Digitalisierung
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DigiBoost Rheinland-Pfalz: Förderung Digitalisierung für den Mittelstand ab 1. März 2021

Es ist große Eile geboten!

Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt Unternehmen im Land mit bis zu 100 Mitarbeitern bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse mit insgesamt 20 Mio Euro. Der Zuschuss pro Vorhaben und Betrieb liegt bei maximal 15.000 Euro und richtet sich nach Unternehmensgröße. Digitalisierungsvorhaben mit Kosten ab 4.000 Euro können gefördert werden.

Die Zuschüsse werden in der Reihenfolge der Antragseingänge ausgezahlt.

Online-Seminare (Erhalt Teilnahmebescheinigung)

Vor Antragstellung muss ein Online-Seminar bei einer HWK oder IHK besucht werden.

Online-Seminare der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz:

Höhe der Förderung

Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss zum geförderten Projekt gewährt. Sie beträgt maximal 15.000 Euro.

Vorhaben bis zu 4.000 Euro werden nicht gefördert.

Die Förderquote ist von der Unternehmensgröße abhängig

  • Betriebe mit weniger als 10 Mitarbeitern: 75% Förderquote, 25% Eigenanteil
  • Betriebe mit 10-29,9 Mitarbeiter:                 50% Förderquote, 50% Eigenanteil
  • Betriebe mit 30-100 Mitarbeiter:                  25% Förderquote, 75% Eigentanteil

Mitarbeiter in Teilzeit fließen wie folgt in die Berechnung ein

  • Mitarbeiter auf 450-Euro-Basis =             Faktor 0,3
  • Mitarbeiter bis 20 Stunden/ Woche =    Faktor 0,5
  • Mitarbeiter bis 30 Stunden/ Woche =    Faktor 0,75
  • Mitarbeiter über 30 Stunden/ Woche = Faktor 1



Was wird gefördert?



1. Digitalisierung von Produktion und Verfahren

Visualisierung von Maschinenbelegungen, Digitalisierung von Logistikprozessen und Warenmanagementsysteme, digitale Geräteverwaltung/Asset Management (z.B. Diebstahlsicherung), ERP & E-Procurement (automatisierte Schnittstelle für Warenbestände, Lieferlisten, Mengenangaben, Interaktion zwischen Einkäufer und Lieferant, automatisierte digitale Bewerbungsprozesse, shopfloor management, Rechnungserfassung (Wareneingang, Buchführung), vernetzte Endgeräte zur Erfassung der Wareneingängen (MDE)
Integration mobiler Betriebsgeräte in die Produktion oder Leistungserbringung (z.B. digitale Vernetzung von Unternehmen und Baustelle und deren digitale Dokumentation), digitale Baustellenverwaltung Implementierung von Drohnentechnologien, optische Erfassungssysteme, ) HMI-Terminals zur Maschinensteuerung und –überwachung (Mensch-Maschine-Schnittstelle), Qualitätskontrolle, -inspektion, Leitstand und Kommissionierung in der Intralogistik, Bedieneinheiten, Visualisierung und Parametrierung Aktoren, eingebettete Systeme, Sensoren, (drahtlose) Netzwerkinfrastrukturen und Power over Ethernet, Rechen- und Speicherkapazitäten für Echtzeit-Datenverarbeitung und Datenbanken
Produktionsmanagementsysteme (MES – Manufacturing Execution System), Maschinendatenerfassungslösungen, Betriebsdatenerfassungslösungen, Bau- und Werkstattmanagement
Netzwerkinfrastruktur (FCoE (Fibre Channel over Ethernet), iSCSI (internet Small Computer System Interface), FC (Fibre Channel)), Block-Storage-Systeme, Hadoop Serversysteme (Framework für skalierbare, verteilt arbeitende Software)
Glasfaser und Power over Ethernet (PoE) Netzwerkeinfrastruktur, Netzwerkkomponenten
CRM: Kundenbeziehungsmanagement-Software, ERP-Systeme (Branchensoftware) Controlling, Personalwirtschaft, Materialwirtschaft, Product-Lifecycle-Management (PLM), Dokumentenmanagement (DMS), Beseitigung von Medienbrüchen durch Digitalisierung, Automatisierungssoftware, Verbesserung von physischen Produktionssystemen und digitalen Managementsystemen durch Vernetzung und Kommunikation mit der virtuellen digitalen Welt, CAD/CAM (sofern diese über handelsübliche CAD/CAM-Lösungen hinaus geht und für den Betrieb speziell konfiguriert werden muss ) Rechnungswesen, Mahnwesen, Buchhaltung, Kennzahlübersicht, Schnittstellen für mobiles Arbeiten, Personalmanagement, Produktionsplanungssoftware
Lösungen zu Condition-Monitoring und Diagnostik von Schnittstellen
Prototypenfertigung durch 3D-Druck mit einer vollintegrierten Einbindung im Produktionsablauf, 3D-Scanner/Kamera, individuelle Anpassung von Software


2. Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen

Sensorik, IoT (Internet of Things), RFID Technologie (radio-frequency identification Tags, Gates etc.), Beacons und Trackingsysteme; Professionelle Systeme zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung, Vernetze Maschinen im physischen Geschäft, Überwachungskameras mit Personenzählung oder Luftqualität, virtuelle  Planungssysteme, DECT-Infrastruktur (Digital Enhanced Cordless Telecommunications), HVAC-Systeme, Customer Journey Systeme, IoT-fähige Gastrogeräte, Digital Signage, Smart Shelf, MDE Computer (Maschinendatenerfassung), RFID Tags und Scanner, Barcode & QR (Quick  Response) Scanner, Datenlogger (Temperatur usw…)
Leistungsstarker Serverkapazitäten (Virtualisierung), optische Netzwerkinfrastruktur , Power over Ethernet (PoE) Smart Cards, Sicherheitstoken, vollintegrierte mobile Kassensystemen
Online Konfigurator mit Verknüpfung, z. B. zur Lagerhaltung oder Vertrieb, Digitale Aftersales, für Onlinebewertungen); individuelle E-Commerce-Systeme, Nutzung/Schaffung digitaler Marktplätze, Einführung professioneller Webshops – kein Webbaukasten), Digitale Bestellsysteme in der Gastro, interaktive Chatbots mit Bestellfunktion) Vollintegrierte Online Shops, Customer Experience Tools, Co-Creation und Customization tools
Online Konfigurator mit Verknüpfung, z. B. zur Lagerhaltung oder Vertrieb, Marketingautomation – Tunnel aufbauen (Content an Endkunden während des Angebotsprozesses, für Aftersales Aktionen, für Onlinebewertungen); individuelle E-Commerce-Systeme, Nutzung/Schaffung digitaler Marktplätze, Einführung professioneller Webshops – kein Webbaukasten), Digitale Bestellsysteme in der Gastronomie, interaktive Chatbots mit Bestellfunktion) Digital Concierge, Digital Check-In, Digitale Gästemappe, Vernetzte Kiosks, digitale Preisauszeichnung, elektronische Preisschilder
Umsetzen eines auf das Unternehmen angepassten IT-und/oder Datensicherheitskonzepts inkl. Abnahme der IT-Sicherheit, Reduzierung der Gefahr des Ausfalles der IT-, Endpoint Proctection, Firewall mit Einbau und Konfiguration, Sandboxing, Monitoring, Infrastruktur


3. Digitalisierung von Geschäftsmodellen und Vertriebskanälen

individuell programmierte Online-Shops, Online-Terminvergabe, E-Commerce-Systeme, Nutzung digitaler Marktplätze, Initialisierungsaufwand für die Nutzung von Cloud-Technologie, Einführung professioneller Webshops, Einführung neuer Funktionalitäten zur Kundeninteraktion, Programmierung und Einführung neuer Funktionalitäten zur Kundeninteraktion im Webauftritt, Intergration von eServices, digitales Gästemanagement (Tischreservierung, Bestellaufnahme, Kontaktnachverfolgung)
App zur Kundeninteraktion, individualisierte Programmierung von neuen Funktionalitäten für Apps, Webseiten und Produkte (z. B. Produktkonfiguration, VR-/AR-Schnittstellen, Chatbots, virtuelle fotorealistische Produktpräsentation, Hard- und Software zur Konstruktion/Simulation von virtuellen Ausstellungen, Individualisierte Programmierung und Beauftragung
Einsatz künstlicher Intelligenz, Aufbau von Datenbanken für KI-Anwendungen, Nutzung von Blockchain-Technologien, Aufbau von Kundenanalysedatenbanken, Automatisierte Interaktion mit dem Kunden (z.B. Erinnerung an Wartungstermine, Produktkonfiguration-Tools, VR-/AR-Schnittstellen, Chatbots, Bestellmonitore in der Gastronomie, individualisierte Software zur virtuellen Produktpräsentation Entwicklung von datenbasierten Dienstleitungen, Virtuelle Showrooms, Chatbots, AR/VR Produktkonfiguration,
Online-Konfiguratoren, Konfiguration eines Kontaktlosen Bezahlsystems, Etikettenscanner, Barcodedrucker, Digitale Signaturen, Digitale Rechnungen (ZUGFeRD), digitale Personalplanung


Wichtig: Beim Ausfüllen des Antragsformulars müssen Sie
  • Aus den oben dargestellten Kategorien mindestens eine anzukreuzen
  • Das Vorhaben in einem freien Textfeld mit höchstens 200 Zeichen zu beschreiben. Die Formulierung sollte bereits im Vorfeld vorbereitet werden.


Was wird nicht gefördert?

  • Allgemeine, alleinstehende Beratung
  • Ausschließliche Umsetzung gesetzlicher Vorschriften ohne unmittelbare betriebliche Prozessverbesserung
  • Reine Ersatzbeschaffungen
  • Finanzierungskosten, Umsatzsteuer
  • Personalausgaben und Eigenleistungen des Unternehmens
  • Standardsoftware und Standardhardware (einschl. Software as a Service, Cloud-Services)
  • IKT-Grundausstattung, klassische Telefonie
  • Leasing oder Mieten von Hardware, Software oder Software-Lizenzen
  • Ausgaben für Standard-Webseiten oder -Webshops oder deren Optimierung ohne direkte/unmittelbare Integration in den Leistungsprozess
  • Online-Marketing-Maßnahmen und reine Suchmaschinenoptimierung  (Search Engine Optimierung)


Ablauf des Antragsverfahrens

  1. Vor Beantragung verpflichtende Teilnahme an einem Online-Seminar einer HWK oder IHK (Erhalt Teilnahmebescheinigung)
  2. Beantragung der Förderung bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) über digitales Kundenportal
  3. Antragsprüfung durch die ISB
  4. Ausstellung und Zusendung des Zuwendungsbescheid durch die ISB
  5. Durchführung des Projekts (Wichtig: Start erst nach Erhalt des Zuwendungsbescheids!)
  6. Einreichung des Verwendungsnachweises (spätestens 15 Monate nach Zuwendungsbescheid)
  7. Auszahlung der Förderung durch die ISB




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Steil, Claudia

Claudia Steil

Betriebsberaterin

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